Der Crop-Faktor

cropfaktorWie viel Millimeter jetzt eine kleine oder eine große Brennweite ist, hängt auch von der Sensorgröße ab. Die Bildsensoren digitaler Spiegelreflexkameras, z.B. CMOS-Sensoren im DX-Format, sind heute häufig kleiner als bei dem ursprünglichen Kleinbildformat 35mm. Hier kommt dann der Crop-Faktor ins Spiel. Dieser Faktor beschreibt letztendlich lediglich den Bildwinkel eines Objektivs einer digitalen Spiegelreflexkamera in Relation zu einem Objektiv mit derselben Brennweite einer Kleinbildkamera. Somit ist der Bildwinkel eines Objektivs, d.h., dass was nachher auf dem Bild zu sehen ist, abhängig von der Brennweite und dem Aufnahmeformat der Kamera. Mit Zunahme des Aufnahmeformates (größerer Sensor) vergrößert sich somit der Bildwinkel, so dass mehr auf dem Bild ist. In Profikameras findet man häufig größere Sensoren. Diese Kameras bezeichnet man auch als Vollformatkameras.

Bei meiner Nikon D300s mit CMOS-Sensor im DX-Format beträgt der Crop-Faktor 1,5. Bei einem 50 mm Objektiv entspricht die Brennweite somit 80 mm im herkömmlichen Kleinbildformat, was schon einem leichten Teleobjektiv entspricht. Der Vorteil ist, dass man bei Teleaufnahmen nicht so ein großes Teleobjektiv für denselben Bildausschnitt benötigt. Weitwinkelfotografen haben jedoch den Nachteil, dass sie ein stärkeres Weitwinkelobjektiv (Objektiv mit kleiner Brennweite) benötigen, um viel auf das Bild zu bekommen.

Manfred Kloiber, Eudard-Breit-Straße 3/2/1, 3820 Raabs an der Thaya, Mail: foto@mafti.at