Teleobjektive

Die Brennweiten von Teleobjektiven beginnen ab etwa 60 mm und liegen somit über den Brennweiten von Normalobjektiven, so dass der Bildwinkel kleiner ist. Somit kann man damit weiter entfernte Objekte vergrößern und näher heranholen. Je größer die Brennweite des Objektives ist, desto größer erscheint ein entferntes Motiv.
Da die Brennweite bei Teleobjektiven 1300 mm und mehr betragen kann, gibt es unterschiedliche Einsatzbereiche.
Porträtteleobjektive habe eine Brennweite von ca. 70 – 135 mm. Sie zeichnen sich durch eine geringe Schärfentiefe aus, die es ermöglicht, das Motiv vom Hintergrund hervorzuheben.

Bei Standardteleobjektive liegt die Brennweite bei ca. 135 – 200 mm. Objektive mit diesem Brennweitenbereich können sehr gut in der Naturfotografie eingesetzt werden. Da das Gewicht auch noch nicht so hoch ist, sind sie auch auf Reisen gut einsetzbar.

Superteleobjektive besitzen eine Brennweite ab 300 mm und mehr. Diese Objektive setzen Fotografen häufig bei wichtigen Sportveranstaltungen ein. Aber auch in der Tierfotografie können damit scheue Tiere sehr gut abgelichtet werden. Diese Objektive haben jedoch schon ein recht hohes Gewicht. Um die Gefahr des Verwackelns zu reduzieren ist der Einsatz eines Statives empfehlenswert.

Um überhaupt verwacklungsfreie Bilder machen zu können gilt die Faustformel, dass die Verschlusszeit kürzer sein sollte als der Kehrwert der Brennweite. Bei einer Brennweite von 200 mm sollte die Verschlusszeit somit auf 1/200 oder kürzer eingestellt werden. Bei APS-C Sensoren ist der Crop-Faktor zu berücksichtigen. Eine 200 mm Brennweite wirkt dann wie eine 300 mm Brennweite. Somit sollte auch die Verschlusszeit 1/300 sek. oder kürzer betragen.

Manfred Kloiber, Eudard-Breit-Straße 3/2/1, 3820 Raabs an der Thaya, Mail: foto@mafti.at